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Feuerlöscher

 

 

 

 

Vorbeugende Maßnahmen

 

Allgemeines zum Pulverlöscher

Pulverlöscher sind ein wichtiger Faktor eines gut funktionierenden Brandschutzkonzeptes. In öffentlichen Gebäuden, wie Versammlungsstätten, Schulen, Mittel- und Großgaragen (Parkhäuser) finden sie ihren berechtigten Platz (bauaufsichtliche Auflage). In vielen Bereichen der Industrie sind abhängig vom Risiko unterschiedlichste Löschpulver zwingend notwendig. Sie sollen eine Produktionstätte im Schadenfall schützen und/oder einen Schadeneintritt verhindern. Dann allerdings in anderen Dimensionen, z. B. mittels Pulverlöschanlage, die in Art und Größe vom Anlagenerrichter auf den Betrieb abgestimmt ist. Zugleich trägt die Pulverlöschanlage berechtigten Interessen des Sachversicherers Rechnung.

Jedoch stellt sich die Frage, ob ein Pulverlöscher in privaten Haushalten heute noch der gewünschten Schadensbegrenzung gerecht wird. Der situationsbedingte Folgeschaden kann durch die Inbetriebnahme eines Pulverlöschers doch gewaltig sein. Schließlich bieten die Löschgerätehersteller schon seit einigen Jahren Feuerlöscher in Größe und Löschmittelart an, die auch für Privathaushalte bestens geeignet sind und hervoragende Löscheigenschaften aufweisen. Darüber hinaus werden Menschen, Tiere und die Umwelt nur gering oder gar nicht belastet. Im weiteren wird der Folgeschaden bei sachgemäßer Anwendung der Löschgeräte klein gehalten.

Meine persönliche Meinung

Ich lehne Pulverlöscher in privaten Haushalten ab, es sei denn die Feuerstättenverordnung fordert einen Pulverlöscher für den Heizungsraum. Der muss natürlich bleiben.

Pulverlöscher arbeiten mit einem Betriebsdruck von 15 bar. Ungeübte verreißen beim Pulverausstoß die Pulverpistole und treffen nicht immer dahin, wo das Pulver mit seiner Löschwirkung benötigt wird. Eine gewaltige Wolke aus Löschsalzen verursacht in Räumen immer eine Riesensauerei. Die ist schwer, wenn überhaupt, vollständig zu beseitigen.

Löschpulver geht durch jeden Mikrofilter eines haushaltsüblichen Staubsaugers. Einfach nur aufsaugen ist also nicht. Was vorn reingeht, kommt hinten wieder raus und wird im Raum fein verteilt. Nach Abblasen des Löschers wird der betroffene Wohnungseigner auch in 20 Jahren immer wieder Pulverrückstände finden, z. B. in Fugen von Dielen, hinter Sockelleisten. Es sei denn, der Raum wird fachmännisch durch eine Brandsanierungsfirma wieder hergestellt.

Löschpulver darf wegen seiner Schmirgeleigenschaft nicht mit einem trockenem Tuch von Möbelstücken entfernt werden, Kipp einem Feind ne Tasse Löschpulver in die Toilette, so spült er in zwei Jahren noch, ohne das die Löschmittelmenge sichtbar weniger wird. Warum, die Löschpulverteilchen sind mit Melamin eingefettet. Das hält sie rieselfähig. Ein Verklumpen wird vermieden. Pulverteilchen schwimmen also immer oben. Löschpulver führt bei Metallen zur Korrosion und hat zudem eine Schmirgelwirkung. Deshalb führt der Löschpulvereinsatz bei einem Motorbrand im PKW, und sei der Brand noch so klein,  in fast allen Fällen zum Totalverlust des Fahrzeugs. Motor, Aggregate, Lager sowie die Lüftungs- und Klimaanlage müssten gegebenenfalls zerlegt und gereingt werden. Die Kosten der Dienstleistung übersteigen sehr oft den Wert des Fahrzeugs.

Dauerdrucklöscher, und das sind die meisten Pulverlöscher in Privathaushalten, da die Anschaffung eines Aufladelöschers zu teuer wird, können nicht mit einfachen Mitteln auf 100% Funktionsfähigkeit geprüft werden. Nach 2 Jahren muss aber deren 100% Funktion schon in Frage gestellt werden. Deshalb fordert der Gesetzgeber (Betriebssicherheitsverordnung) alle 2 Jahre eine Prüfung der Feuerlöscher des Gewerbes und in gemeindeeigenen Betrieben und Gebäude. In bestimmten Sonderbauten können kürzere Intervalle festgeschrieben sein. Die Prüfung darf nur von ausgebildeten Sachkundigen durchgeführt werden. Für private Haushalte gilt diese Prüfpflicht nicht.

Das Pulver neigt im Löschmittelbehälter mehr oder weniger zum Verklumpen. Es ist eben eine Frage der Qualität. Empfehlungen, die Klumpen durch Abklopfen des Löschmittelbehälter mittel Gummihammer zu lösen, kann man vergessen. Diese Vorgehensweise garantiert nicht die Wiederherstellung der Rieselfähigkeit des Löschpulvers. Richtig ist, die Löscher müssen von einem Sachkundigen geöffnet und das Pulver mechanisch abgesaugt, rieselfähig aufgelockert und wieder eingefüllt werden. Dafür gibt es spezielle Geräte. Im Anschluss muss ein neues Druckpolster beaufschlagt werden. Das können je nach Hersteller trockene Luft und bei einigen Geräten Stickstoff sein. Die Wartungsarbeiten können nur Fachbetriebe ausführen, die sich ihre Arbeit dann allerdings gut bezahlen lassen. Bei den großen örtlichen Feuerwehren kann es durchaus eine Pulverlöscherwerkstatt und Sachkundige geben, die den vorhandenen Feuerlöscherbestand der gemeindeeigenen Betriebe und Gebäude warten. Und dann auch nur, wenn es sich um ein wartungsfähiges Markengerät handelt. Total, Minimax, Gloria etc.  No name-Produkte, die man in Baumärkten erwerben kann, sind bauartbedingt überwiegend nicht fachmännisch zu prüfen. Deshalb empfehle ich, Finger davon lassen. Der Fachhandel steht beratend zur Verfügung und wird -auf deine persönliche Notwendigkeit abgestimmt- geeignete Feuerlöscher vorschlagen. Auch die örtliche Feuerwehr steht  bei Veranstaltungen wie “Tag der offenen Tür” als Berater zur Verfügung. Private Feuerlöscher dürfen die Sachkundigen der Feuerwehr aus haftungsrechtlichen Gründen und Einmischung in den freien Wettbewerb nicht prüfen.

Ein nicht mehr gebrauchsfähiger Pulverlöscher muss umweltschonend entsorgt werden. Den alten Feuerlöscher einem Altwarenhändler mitgeben, wäre die einfachste Lösung der Entsorgung. Die Behälter sollten leer sein. Gefüllte Feuerlöscher lehnen sie hin und wieder ab. Das entsorgen des Pulvers kostet Geld. Wer ein großes Grundstück mit entsprechender Rasenfläche sein Eigen nennen darf, kann das Pulver auf dem Rasen verteilen. Die Inhaltsstoffe des Pulver (z. B. Kalium) dienen als Düngemittel. Eine andere Lösung wäre, bei der zuständigen Stelle der örtlichen Feuerwehr nachfragen, ob sie die Löscher für Übungszwecke abnehmen. Das wird sehr oft abgelehnt. Denn das Löschpulver bleibt unverbraucht zurück. Dann hat die Feuerwehr die Entsorgung des Löschmittels und Löschmittelbehälters am Backen. Ich empfehle, die Entsorgung des alten Löschers einem Fachhandel für Löschgeräte zu übertragen und sich nach ausführlicher Beratung für ein Gerät der neuen Generation zu entscheiden.

Welcher Feuerlöscher ist der richtige?

Auch hier verweise ich auf die qualifizierte Beratung des Fachhandels. Ich gebe nur allgemeine Hinweise.

Küche

Wer um sein Hab und Gut in allergrößter Sorge ist, dem genügt in der Küche eine Löschdecke und/oder ein vom Fachhandel angebotener Fettbrandlöscher in den Größen 2 kg und 6 kg. In dem Löscher befindet sich eine  auf chemischer Basis hergestellte Flüssigkeit mit ausgezeichneter Löschwirkung.  Diese Feuerlöscher wurden speziell  entwickelt zur Bekämpfung von Fettbränden (brennendes  Frittierfett/Frittieröl, Speisefett und Speiseöl). Sie sind auch einsetzbar bei brennenden Gegenständen aus brennbaren festen Stoffen (Holz, Kunststoffe) sowie bei brennbaren Flüssigkeiten, z.B. Benzin oder Spiritus. Ein Fettbrandlöscher mit einem Inhalt von 6 l wiegt etwa 11 kg bis 13 kg, hat eine Spritzdauer von ca. 30 s und eine Spritzweite von ca. 4 m. Speziell für die Küche werden unterschiedliche Sets, z. B. aus Fettbrandlöscher 2 kg und Löschdecke, plus Rauchmelder,  für ca. 70 € angeboten.

 

 

Bilder von links nach rechts: 2 kg Fettbrandlöscher, 6 kg Fettbrandlöscher, ein Beispiel für ein Haushaltsset

 

Wohnbereich

Für den Wohnbereich schlage ich einen Wasser oder besser einen Schaumlöscher (0,75, 2, 6 und 9 Liter Inhalt) vor. Im Löschmittelbehälter befindet sich entweder Wasser, eine vorgemischte oder auf chemischer Basis im Löschmittelbehälter hergestellte, filmbildende Flüssigkeit, die beim Ausstoßen einen sehr fließfähigen Schaum bildet.  Der Schaum erinnert an ausgelaufene Waschmittelbrühe. Die Löschwirkungen sind neben Ersticken des Feuers durch Sauerstoffentzug (nur Schaumlöscher) die Kühlwirkung durch Wärmeentzug und  Wärmeabführung mit dem Wasserdampf (Schaum- und Wasserlöscher). Wer mit einem Gartenschlauch umgehen kann, wird auch einen Wasser- oder Schaumlöscher einsetzen können. Der Löschmittelschaden ist sehr gering. Es ist nur dort nass, wo hingespritzt wird. Je nach Hersteller muss nach 6 bis 10 Jahren der Löschmittelvorrat ausgetauscht werden. Der Fachhandel berät dich gern.

Bilder von links nach rechts: Wasserlöscher 6 l, Feinsprühwasserlöscher 3kg, Schaumlöscher 2 l, Schaumlöscher 6 l

 

 

Lampen und Petroleumlager

Für unser Lampen empfehle ich zunächst eine Löschdecke.  Mehr als aus einer Lampe können aus welchen Gründen auch immer selten Flammen schlagen. Bei intaktem Vergaserventil reicht eigentlich das Schließen des Petroleumstroms und/oder das Ablassen des Drucks.

Ist die Lampe undicht, wird die Löschdecke drüber geworfen. Das Feuer erstickt. Für eine kurze Zeit sollte die Löschdecke mit Wasser feucht gehalten werden. So wird die Lampe zusätzlich runter gekühlt. Für das Petroleumlager empfehle ich eine Löschdecke und einen CO2 Löscher in der Größe 2 kg oder 5 kg (abhängig von Lageraum und Lagermenge) und/oder einen Schaumlöscher in angemessener Größe. Die Löscher sind abhängig von der Größe leicht zu handhaben und einfach in der Bedienung. Das Löschgas Kohlendioxid ist im Behälter unter Druck verflüssigt. Der Siedepunkt von CO2 liegt bei -62 °C.

Ein 2 kg CO2-Löscher gibt seinen Inhalt in etwa 6 s bis 8 s frei der sich zu etwa 1 m³ Löschgas entspannt.

Hinweis: C02 nimmt zum Entspannen (verdampfen) die Entapannungswärme zunächst aus sich selbst. Der Löschmittelbehälter kann mit der Größe der Entleerung einen Frostansatz zeigen. Im Weiteren benötigt das Löschgas Entspannungswärme aus seiner Umgebung. Der Ausstoß des Löschgases darf also nicht in Richtung von Personen erfolgen. Sie könnten eine Kälteverletzung der getroffenen Hautoberfläche davon tragen.

Kohlendioxid (CO2) ist ein rückstandsfreies Löschmittel, das nicht elektrisch leitfähig ist. CO2 gehört zu den Gasen, die mit anderen Gasen keine Verbindung eingehen, sondern diese verdrängen. Auch Sauerstoff wird verdrängt. Wo Sauerstoff verdrängt wird, kann nichts brennen. Das Feuer muss verlöschen. Die Feuerwehr spricht dann von der Löschwirkung “verdrängen/ersticken”. Aber Achtung, CO2 hat keine Kühlwirkung. Die weiterhin freigesetzten Dämpfe können sich durchaus an heißen Oberflächen rückzünden. Deshalb soll parallel zum Einsatz von CO2 mit Wasser gekühlt werden. CO2 Löscher sind mittels “wiegen” leicht selbst zu prüfen. Auf dem Löschmittelbehälter sind die Gewichtsangaben dauerhaft angebracht. 

 

Bilder: Links ein CO2 Löscher 2 kg, rechts ein CO2 Löscher 5 kg

 

Ich persönlich würde also immer einer Löschdecke und einem CO2 Löscher und/oder einem Schaumlöscher in entsprechender Größe, aber nicht einem Pulverlöscher den Vorzug geben.

Teuer in der Anschaffung, aber nichts ist besser geeignet bei Flüssigkeitsbränden, sind Feuerlöscher mit neuen von der Europäischen Union zugelassenen Halonen. Zum Beispiel Pentafluorethan, Heptafluorpropan,  Hexafluorpropan und Chlortetrafluorethan.

 

Hinweis: Alle hier gezeigten Bilder von Feuerlöschern sind Werksfotos und dienen nur der Verdeutlichung des Feuerlöscherangebots der Löschgerätehersteller. Sie sind im Besitz des jeweiligen Herstellers

 

 

 

 

 

 

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